Archive for the ‘Bildung’ tag
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Ein etwas sinnentleerter Titel für meinen zweiten Blogeintrag. Aber nicht ohne Grund. Letzte Woche war ich mit meinem Sohn im ZOOM Kindermuseum in der Ausstellung “Ozean”. Und seit dem lässt mich eben dieses Museum bzw. was man dort alles umsetzen könnte nicht mehr los.
Warum? Dazu muss ich ein wenig ausholen.
Rund um das Thema Nachhaltigkeit beobachte ich seit einigen Jahren ein Phänomen: Jede Diskussionsveranstaltung bzw. Diskussion bei der es um die Schwierigkeiten von Umsetzung, Kommunikation, Verbreitung etc. von dem 3-Säulen-Konzept der Nachhaltigen Entwicklung geht endet über kurz oder lang im Bildungsbereich. Da sind sich dann meist alle TeilnehmerInnen einig, dass möglichst früh schon dieses Thema an Kinder und Jugendliche herangetragen werden muss, wenn wir mittel- bis langfristig einen Bewusstseinswandel – vielleicht sogar einem Wertewandel? – in Richtung sozial, ökologisch und ökonomisch erreichen wollen.
Die Umsetzung ist jedoch keine einfache Sache. “Bildung ist etwas zu tiefst konservatives” hat ein sehr geschätzter Kollege mir einmal gesagt, und damit erklärt sich, warum diese wichtigen Inhalte Großteils noch nicht den Weg in die österreichischen Lehrpläne gefunden haben. Doch es gibt sie, die Vorbildhaften Initiativen, die sich als Anlaufstelle für engagierte LehrerInnen dafür einsetzen, dass soziale- und Umweltthemen in die Lehre einfließen. Exemplarisch möchte ich an dieser Stelle das Forum Umweltbildung nennen, dass seit Jahren in diesem Bereich exzellente Arbeit leistet. Derzeit übrigens auch mit einer Veranstaltungsreihe zu Sustain 2.0: Nachhaltiger Konsum und Lebensstile im Web 2.0 (das nächste Mal schon am 18. März 2009).
Womit wir jetzt bei den Kleinsten angekommen sind – den Besuchern des Zoom Kindermuseums. Immerhin im Falle der Ausstellung “Ozean” ab 8 Monaten; die nächste Wechselausstellung “Erzähl mir was vom Tod” ist ab 6 Jahren. Und auch hier sollte es doch schon Möglichkeiten geben, das Thema Nachhaltigkeit zu vermitteln. Und dieser Gedanke lässt mich jetzt nicht mehr los. Eine Ausstellung “Die Umweltchecker” gab es auch schon einmal im Jahr 2007, aber es gäbe darüber hinaus eben so viele weitere Anknüpfungspunkte zu den sozialen und ökologischen, aber auch ökonomischen, Dimensionen von Nachhaltiger Entwicklung.
Kurz diskutiert habe ich diese ersten Ideen schon mit Barbara Liegl und Katrin Wladasch (ZARA) sowie Wolfgang Wimmer (Ecodesign Infoknoten). Beide Organisationen haben ja Themen, die sich auch für Kinder umsetzen und spannend aufbereiten lassen sollten. Soziale Herausforderungen wie Chancengleichheit, Diversity oder Antidiskreminierung einserseits und ökologische Fragestellungen wie Ressourcennutzung und Produktdesign – Stichwort From Cradle to Cradle – andererseits. Mit durchwegs positivem Feedback. Mal sehen, ob sich aus den ersten Ideen und Gesprächen im Netzwerk etwas entwickelt. Ideen und Unterstützung sind jedenfalls willkommen.
Eine Frage zum Abschluss: Überrascht irgendjemand die folgende Beobachtung der ersten Karenzwoche? Wo ich hinkomme, bin ich in der Regel der einzige Vater. Nur Morgens in der Krippe ist der Väteranteil deutlich höher. Vorerst eine Momentaufnahme, aber ich werde die “statistische Grundlage” laufend erweitern!
